Anker 2,4gHz vertikale Maus Testbericht

Ankers vertikale Maus ist eines der beliebtesten Modelle für alle, die die Welt der vertikalen Maus erkunden möchten. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr preiswert ist (den aktuellen Preis können Sie hier auf Amazon prüfen) und dennoch eine mehr als solide Leistung erbringt.

Ich habe sie deswegen einmal besonders genau unter die Lupe genommen und widme ihr diesen ausführlichen Testbericht.

Lieferumfang

Das von mir sehnlich erwartete Päckchen habe ich sofort nach Erhalt geöffnet um darin, in eine transparente Box verpackt, folgenden Inhalt zu finden:

Wer öfter Elektronik-Artikel kauft, weiß, dass Kunststoff-Verpackungen mitunter schwieriger zu öffnen sind als die Geldtresore so mancher Zentralbank. Eine Schere oder ein Messer zu holen blieb mir an dieser Stelle zum Glück erspart und ich konnte ohne viel Aufwand den Inhalt aus der Packung holen:

Anker Vertikale Maus Verpackungsinhalt

 

Wiederum: simpel und ansprechend. Allein für die unauffällige, aber stilsichere Aufmachung muss ich an dieser Stelle schon Sympathiepunkte vergeben.

Bevor es nun um die Maus geht, möchte ich noch ein paar Worte zum Wireless USB-Dongle verlieren: ganz im Sinne des bereits etablierten Industrie-Standards für kabellose Anschlüsse, ist dieser so winzig, dass er kaum noch aus dem Anschluss ragt. Mir passiert es bisweilen, dass ich den Laptop verstaue, ohne den Anschluss vorher zu entfernen – nur um mich dann zu wundern, wo er geblieben ist.
Ist man mit der Maus unterwegs, lässt sich der Dongle übrigens prima an der Unterseite der Maus verstauen.

USB Port ohne Anker Empfänger

Der leere USB Port…

Anker USB Dongle im Port

…mit angeschlossenem Anker USB-Dongle – ragt kaum heraus

 

Optik

Wo die Hülle schon punkten konnte, setzt die Fülle allerdings noch einen drauf: die Maus selbst folgt ebenfalls der eleganten, einfachen Linie. Keine unnötigen Verzierungen oder Farbenspielereien, dabei allerdings kein Verzicht auf Klasse.
Einziges Manko ist, dass an der Unterseite der Maus ein Kunststoff verbaut ist, der keinen besonders hochwertigen Eindruck macht – der schränkt aber weder die Steuerung der Maus ein, noch stört er optisch, da er ja bei normalem Gebrauch nicht sichtbar ist.

 

anker_vertikale_maus_front

Die Frontansicht

anker_vertikale_maus_profil

Die Maus von der hinteren Seite – ein interessantes Profil

Die vertikale von Anker wird gedreht

Rundum-Ansicht der Maus

Haptik

Ankers ergonomisches Flaggschiff liegt prima in der Hand. Sofort war mir die Neigung, die die vertikale Maus zu dem macht, was sie ist, äußerst sympathisch. Ansprechend fand ich auch die matte Oberfläche der Maus. Nicht nur optisch, sondern vor allem haptisch gefällt mir dieser vielleicht nebensächliche Aspekt besonders gut.

Die Form hingegen wirkte auf den ersten Blick ein wenig befremdlich auf mich. Mein Hirn, das über die Jahre eine sehr genaue Vorstellung von dem formte, wie eine Computermaus auszusehen hat, konnte zunächst nicht viel mit der vertikalen Bauform anfangen. Erst, als ich die Hand darauflege, wird klar, dass dies auch ein funktionelles Eingabegerät und keine abstrakte Büste ist.

Die Maus wirkt insgesamt sehr gut verarbeitet und hat, wie ich finde, ein angenehmes Gewicht.

Auf den Bildern und zum Teil auch in Natura mag sie ein wenig wuchtig erscheinen, doch sie ist leicht zu umfassen. Ich selbst habe keine riesigen Hände und konnte sie von Anfang an gut steuern. Auch in etwas kleineren Damenhänden war die Maus gut geborgen und nicht zu groß.

anker_vertikale_no_press

Die Maus in Action

Um die Dimensionen ein wenig besser einschätzen zu können, habe ich auch eine Aufnahmen von der Anker vertikalen Maus neben einer normalen Gamingmaus gemacht:

anker_vertikale_maus_razr

Neben einer Gaming-Maus

Leistung & Funktionalität:

Auch in diesem Punkt war ich sehr von der Anker Maus überzeugt. Besonders die lange Zeit, die die Maus noch mit einer fast leeren Batterie lief (und immer noch läuft) ist mir sehr sympathisch, da ich in der Vergangenheit immer meine Schwierigkeiten mit kabellosen Eingabegeräten hatte, denen zu schnell der Saft ausging. Der automatische Sleep-Modus (laut Gebrauchsanweisung nach acht Minuten Inaktivität) tut dazu sicher ihr Übriges – weshalb man auch ohne sich zu ärgern mal vergessen kann, die Maus manuell über den Schalter abzudrehen.

Die Übertragung litt ebenfalls nie unter der kabellosen Natur der Maus – ich konnte weder bei den Spielen noch im regulären Betrieb Verzögerungen bei der Maus feststellen. Vor allem die Reichweite der Signalübertragung war herausragend: ganze drei Wände und etwa 10m Abstand hat es gebraucht, bis kein Signal mehr den Rechner erreichte – mehr als genug für den Heimgebrauch und bestimmt auch nützlich für so manchen fiesen Streich (der winzige USB-Empfänger am Rechner ist sehr unauffällig)!

Steuerung & Eingewöhnungsphase

Nun aber zum vielleicht wichtigsten Punkt: wie steuert sich die vertikale Maus aus dem Hause Anker?
Auf meinem PC, den ich hauptsächlich für Spiele verwende, habe ich seit jeher eine klassische Gaming-Maus angeschlossen – die (zugegeben bereits etwas in Mitleidenschaft geratene) Razr, die man auch in den Bildern oben sehen kann. Das Marketing dieser Mäuse hat bei mir gut gegriffen: wenn Du zocken willst, brauchst Du auf jeden Fall eine Gamingmaus, keine ergonomische Maus!
Darum war ich skeptisch, für die nächste Zeit diesen Produkttest auf dem Gaming-Rechner durchzuführen.

Zunächst kam die Maus also in den Laptop, den ich für Aufgaben, wie Schreiben und Browsen verwende. Sehr erfreut war ich darüber, dass die Maus unter Mac OS X 10.9.5 sofort erkannt wurde und einwandfrei lief. Die Vor- und Zurücktasten auf der Daumenseite wurden nicht erkannt und haben stattdessen die Funktion des Scrollrad-Klicks, worüber ich aber sehr froh war. Hier liegt nämlich der meiner Meinung nach größte Schwachpunkt der Anker vertikalen Maus: die Mausrad-Taste ist bei meinem Test-Modell auffällig schwer zu klicken. Das fällt bei einer vertikalen Maus insofern ins Gewicht, als man den Druck, den man aufwendet, um die Taste zu drücken, mit dem Daumen ausgleichen muss. Bei einer gewöhnlichen Maus würde man schließlich nur gegen den Untergrund drücken.
Die Daumen-Tasten hingegen finde ich sehr gut umgesetzt. Man würde vielleicht auf den ersten Blick meinen, dass man den Daumen arg abwickeln müsste, um die Zurück-Taste zu erwischen, doch genau das Gegenteil ist der Fall: um die hintere Taste zu drücken, reicht es, den Daumen durchzustrecken, die vordere ist ebenfalls leicht zu erreichen. Dadurch wird automatisch der Ansatz dagegen gedrückt und die Taste klickt. Ich veranschauliche das in den folgenden Bildern:

 

anker_vertikale_press_vor

Die Maus bei gedrückter Vor-Taste

anker_vertikale_press_back

Bei gedrückter Zurück-Taste. Ich drücke die Taste mit der Daumen-Wurzel, indem ich den Daumen einfach strecke

 

Natürlich steuerte sich die Maus ganz anders als gewohnte normale Mäuse und die ersten zehn Klicks gingen nicht so glatt von der Hand. Doch nach 10 Minuten habe ich das neue Gefühl nicht mehr bewusst wahrgenommen und nach weiteren 10 Minuten war ich bereits vollends mit dem Handling vertraut. Dazu muss man sagen, dass ich jemand bin, der praktisch täglich vor einem PC sitzt – weniger intensive Computer-Nutzer mögen vielleicht nicht so adaptiv sein. Dennoch erfordert der Umstieg nach meiner Einschätzung keine großen Mühen oder gar Umdenken, denn die grundlegende Mechanik und Idee hinter der Steuerung der Anker Vertikalmaus weicht nicht von gewöhnlichen Geräten ab, anders als z.B. bei einer Trackball-Maus.

Komfort – wie fühlt sich die ergonomische von Anker an?

Ich kann an dieser Stelle schon einmal vorab eine klare Kaufempfehlung für alle abgeben, die sich eine vertikale Maus zulegen wollen, weil die gewöhnlichen Gegenstücke unbequem sind. Da ich beruflich und in der Freizeit viel vor dem PC sitze, weiß ich, dass eine gewöhnliche Maus bei ausgiebiger Verwendung zum gefürchteten Mausarm oder RSI-Syndrom und den damit assoziierten Schmerzen führen kann. Bei mir manifestiert sich das vor allem nach langem Benutzen einer normalen Maus in einem sehr unangenehmen Ziehen im Unterarm und dem Handgelenk mit moderaten Schmerzen.
Deutlich anders war das nach intensiverer Verwendung der Anker Vertikalmaus. Auch nach längeren klick-intensiven Anwendungen hat sich die Anspannung nicht eingestellt. In meinen Augen sind die Versprechen, die hinsichtlich Ergonomie gemacht wurden, erfüllt.

Die Feuerprobe: Die Anker Vertikale beim Zocken

Alltägliche Office-Aufgaben sind also keine Herausforderung für mich gewesen – im Gegenteil, die neue vertikale(re) Handhaltung empfand ich als um einiges angenehmer als bei der altgedienten Noname-Maus aus dem Büro und auch der Gaming-Maus daheim. Komfortabel war die Maus auch und hat meinen Arm nicht belastet. Wie viele, die sich für eine ergonomische Maus-Alternative interessieren, habe auch ich mich allerdings gefragt, wie sie sich wohl zum Zocken eignen würde.
Um das herauszufinden habe ich mich mit drei verschiedenen Spielen dreier verschiedener Genres beschäftigt, um herauszufinden, ob die ergonomische Maus zum Zocken taugt: Path of Exile, CS:GO und Hotline Miami. Allesamt Spiele, bei denen die Maus einen großen Teil der Steuerung ausmacht und sowohl viel Präzision als auch Flinkheit und Wendigkeit gefragt sind:

Path of Exile:

Dieses Spiel ist besonders gut für einen ausgiebigen Maus-Test geeignet, da man den Charakter ausschließlich mit der Maus steuert. Um die Spielfigur durch die Spielwelt zu bewegen, muss man praktisch permanent die linke Maustaste gedrückt halten – eine Anstrengung, die bei mir so weit reichte, dass ich nach den ersten Anzeichen im Büro auch schon in der Freizeit nach längerem Spielen deutliche Mausarm-Schmerzen bekam.
Neben einer dauernden Anspannung ist auch viel Geschick gefragt, um das Spiel zu spielen. Die Maus wird auch verwendet, um Gegner anzuvisieren und Angriffe auszuführen. Besonders angenehm war hier, dass die beiden zusätzlichen Tasten an der Maus auch in den Einstellungen des Spiels belegbar waren.

Bei diesem Spiel konnte ich keinerlei Nachteile durch die neue Mausform verzeichnen. Ich weiß nicht, ob das hinsichtlich meines Zeitmanagements unbedingt gut ist, aber die vertikale Maus von Anker erlaubte mir stundenlang ohne Handschmerzen davor zu sitzen und mich den grässlichen Mühen dieses Teils des Produkttests zu stellen: stundenlangem PC-Gaming.

Counter Strike: Global Offensive:

Das böse Killer-Spiel vor dem alle immer gewarnt haben! Ein weiterer guter Kandidat für den Testbericht, da man hier aus der Ego-Perpsektive viel und vor allem präzise und schnell zielen muss. Ich habe zwei ausgiebige Runden mit beiden Maus-Modellen gespielt (und auch zwischendrin mal gewechselt) und konnte nicht feststellen, dass ich mit der vertikalen Maus von Anker ein anderes Rundenergebnis eingefahren hätte, als mit der gewohnten Maus.
Auch hatte ich nicht das Gefühl, anders zu steuern oder zu spielen. Lediglich die ersten paar Minuten waren etwas seltsam und ungewohnt (was bei Path of Exile nicht der Fall war), doch das hat sich bald eingestellt. Was mir bei dieser Phase des Tests auffiel ist, dass sich die vertikale Maus nicht so gut steuern ließ, wenn ich den Arm weiter ausgestreckt (Maus näher zur Tischmitte) hatte, als wenn ich ihn knapp an der Tischkante aufliegen hatte. Eine Auflage für das Handgelenk wäre hier bestimmt dienlich gewesen, war aber nicht zur Hand.
Besonders angenehm war bei diesem Spiel die Taste zur Einstellung der Mausempfindlichkeit. Dadurch konnte ich sehr schnell und bequem ändern, wie stark sich die Bewegung der Maus auf die Bewegung im Spiel übersetzt, was praktisch ist, wenn man verschiedene Spiele spielt.

Hotline Miami:

Wahrscheinlich das Spiel, mit dem die wenigsten vertraut sind. Hotline Miami ist ein sehr schnelles Spiel, bei dem sehr hohe Hand-Auge Koordination gefragt ist – auf eine andere Art und Weise, als bei den anderen beiden Titeln.
Dieses war das einzige Spiel, bei dem ich eine ausgedehntere Eingewöhnungsphase benötigte, um mit der Anker vertikalen Maus dieselben Ergebnisse einzufahren, wie mit der Gaming Maus. Nach einer viertel Stunde ging es vertikal jedoch genau so gut von der Hand, wie horizontal.

Test auf unterschiedlichen Oberflächen:

Nicht jeder Schreibtisch ist gleich und darum habe ich die Maus auf verschiedenen Oberflächen getestet, um zu sehen, wie sich die Übertragung verändert.

Vollholz:

Zunächst auf ganz normalem Vollholz (in den ersten Bildern abgebildet). Wie zu erwarten gibt es hier keine Probleme – der Mauszeiger geht genau dort hin, wo er hin soll und die Übertragung ist einwandfrei.

Holzfurnier:

Erwartungsgemäß gibt es auch hier keine Einschränkungen in der Funktionalität der Maus. Zum Test habe ich die Maus auf einem klassischen Lack-Tisch von Ikea verwendet

Textilien:

Vielleicht eine ungewöhnliche Oberfläche für eine Maus, doch wer sich gerne auf dem PC Videos ansieht, kommt früher oder später vielleicht auch auf die Idee, das aus dem Bett zu tun. Hat man eine kabellose Maus, erspart man sich, dazwischen dauernd aufzustehen. Funktioniert hat es mit Ankers vertikaler Maus auf allen Textilien von der Couch bis hin zum Bett einwandfrei.

Glas:

Spätestens hier muss sich die Maus geschlagen geben. Wer einen Glasschreibtisch hat, sollte sich ein Mauspad dazu anschaffen, wenn er die Anker vertikale Maus verwenden möchte.

Mir fiel jedoch auf, dass auch die Tönung des Glases eine Rolle spielt: transparentes Glas oder Spiegel: keine Chance. Doch auf einem Ceranfeld oder anderen schwarz getönten Gläsern, hat es einigermaßen geklappt, die Maus zu verwenden.

Metall, lackiert:

Auch wenn ich es nicht empfehlen würde, aber auch auf einer solchen Oberfläche (in meinem Fall einem Türrahmen), erfüllt die vertikale von Anker ihre Aufgaben.

Fazit – gute, preiswerte Maus mit winzigen Verbesserungsmöglichkeiten

Die vertikale Maus von Anker ist in meinen Augen ihren Preis definitiv wert. Sie verfügt über eine herausragende Reichweite und Signalübertragung, ist präzise sowohl bei alltäglichen Office-Anwendungen, als auch bei PC-Spielen verschiedener Genres und, was wohl das allerwichtigste ist, sie ist für mich um einiges komfortabler, als eine gewöhnliche Maus, was besonders nach intensiver Benutzung auffällt. Was ich an ihr auszusetzen habe sind die Scrollrad-Taste, die sich etwas schwer klicken lässt, sowie in geringerem Maße der Kunststoff an der Unterseite der Maus, der nicht ganz zu dem sonst sehr eleganten Material der Maus passt. Das kann ich aber beides verkraften, vor allem deshalb, weil die Anker unter vertikalen Mäusen als besonders preiswert und günstig hervorsticht.

Weiterführende Links

Hier geht es zur übersichtlichen Review mit anderen Kundenmeinungen

Hier kann man die Maus über Amazon bestellen

 


Categorised in:

Kommentare geschlossen